Ein Hausverkauf besteht aus vielen einzelnen Schritten, die sich über Wochen oder Monate ziehen. Wer früh einen Überblick hat, vermeidet, dass einzelne Punkte erst im letzten Moment auffallen und den Zeitplan durcheinanderbringen.
Diese Checkliste Hausverkauf ordnet den Ablauf in sieben Phasen, von den ersten Unterlagen bis zur Übergabe der Schlüssel. Die Reihenfolge ist eine Orientierung, im Einzelfall können sich Schritte überschneiden oder in anderer Reihenfolge ablaufen.
Checkliste Hausverkauf: Die Phasen im Überblick
- Unterlagen zusammenstellen: Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne
- Immobilie vorbereiten: kleine Reparaturen, Entrümpelung, Fotos
- Käufersuche organisieren: Exposé, Besichtigungstermine, Anfragen sichten
- Kaufvertrag vorbereiten und mit dem Notar abstimmen
- Notartermin wahrnehmen und Beurkundung abwarten
- Übergabe der Immobilie mit Zählerständen und Protokoll
- Kosten und mögliche Steuern im Blick behalten
Die folgenden Abschnitte gehen auf jede Phase genauer ein.
Unterlagen frühzeitig zusammenstellen
Am Anfang steht das Zusammentragen der Unterlagen, die Käufer und Notar im Laufe des Verkaufs sehen wollen. Dazu zählen ein aktueller Grundbuchauszug, der gültige Energieausweis, vorhandene Baupläne und Flurkarten sowie bei Eigentumswohnungen die Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlung.
Ein Grundbuchauszug wird beim zuständigen Grundbuchamt beantragt, das Gericht am Sitz des Grundstücks ist dafür zuständig. Je früher diese Unterlagen vorliegen, desto reibungsloser läuft später die Abstimmung mit dem Notar.
Die Immobilie für den Verkauf vorbereiten
Vor den ersten Besichtigungen lohnt es sich, die Immobilie aus Käufersicht zu betrachten: Sind kleine Reparaturen offen, wirkt der Garten gepflegt, sind persönliche Gegenstände reduziert? Größere Renovierungen zahlen sich dabei nicht automatisch aus, dazu mehr im Artikel Renovieren vor dem Verkauf: Was lohnt sich?.

Für das Exposé braucht es aussagekräftige Fotos und einen Grundriss. Wie Fotos und Grundrisse ein Exposé überzeugend machen, erklärt der Artikel Exposé, Fotos & Grundrisse: So überzeugt Ihr Inserat.
Käufersuche und Besichtigungen organisieren
Sobald das Exposé steht, beginnt die Käufersuche. Eingehende Anfragen sollten gesichtet und vorqualifiziert werden, etwa im Hinblick auf Finanzierungsbestätigungen, bevor ein Besichtigungstermin vereinbart wird. Das spart Zeit und reduziert die Zahl unverbindlicher Termine.
Bei den Besichtigungen selbst hilft eine ruhige, aufgeräumte Präsentation der Immobilie mehr als spontane Erklärungen zu jedem Detail. Fragen zu Nebenkosten, Bausubstanz oder Nachbarschaft lassen sich meist knapp und sachlich beantworten.
Vom Kaufvertrag bis zur Beurkundung beim Notar
Haben sich Verkäufer und Käufer auf die Eckpunkte verständigt, bereitet in der Regel der Notar den Kaufvertrag vor. Beide Seiten erhalten den Entwurf vorab zur Prüfung, offene Fragen lassen sich vor dem Termin klären.
Der Kaufpreis wird erst nach der notariellen Beurkundung fällig, meist sobald bestimmte im Vertrag genannte Voraussetzungen erfüllt sind, etwa die Eintragung einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Wie der gesamte Ablauf von der ersten Einschätzung bis zur Übergabe aussieht, zeigt der Artikel Haus verkaufen: Der Ablauf in 6 Schritten.
Die Übergabe der Immobilie
Die Übergabe ist der letzte große Schritt im Verkaufsprozess. Dabei werden üblicherweise Zählerstände für Strom, Wasser und Gas festgehalten, alle Schlüssel übergeben und der Zustand der Immobilie in einem Übergabeprotokoll dokumentiert. Ein solches Protokoll schützt beide Seiten, falls später Fragen zum Zustand bei der Übergabe auftauchen.

Kosten im Blick behalten
Neben dem Verkaufspreis fallen für Verkäufer eigene Kosten an, etwa die Maklerprovision, Löschungskosten für eine eingetragene Grundschuld oder unter Umständen Spekulationssteuer. Einen vollständigen Überblick über diese Posten gibt der Artikel Nebenkosten beim Hausverkauf: Kosten im Überblick.
Ist ein Makler beauftragt, richtet sich die Aufteilung der Provision nach § 656c BGB. Wie sich die Provision zusammensetzt und wer sie zahlt, erklärt der Artikel Was kostet ein Makler? Provision ehrlich erklärt.
So nutzen Sie die Checkliste in der Praxis
Diese Checkliste Hausverkauf ersetzt keine individuelle Beratung, sie zeigt aber, an welcher Stelle im Ablauf welche Fragen typischerweise auftauchen. Wer die Phasen kennt, kann Unterlagen und Termine vorausschauend planen, statt Schritt für Schritt zu reagieren.
Für eine Einschätzung zur eigenen Immobilie und zum passenden Zeitpunkt für den Verkauf hilft ein unverbindliches Erstgespräch, in dem sich offene Punkte konkret klären lassen.
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Sebastian Pape
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